Woher kommt Linux?

Am Anfang war Unix,auch das hat Vorläufer, aber das ist eine andere Geschichte. Es kommt aus der Großrechnerwelt und ist ein Mehrbenutzersystem. Unix gibt es in verschiedenen Versionen von unterschiedlichen Anbietern. So haben neben der Universitiy of California (Berkeley) die großen IT-Unternehmen IBM mit AIX und Hewlet-Packard mit HP-UX ihre eigenen Derivate. Daneben besteht noch das von Andrew Tanenbaum entwickelte Ausbildungssystem Minix. Alle diese Betriebssysteme sind kostenpflichtig. Linus Thorwalds wollte Anfang der 1990er Jahre ein unixartiges Betriebssystem auf seinem PC. Das war aber teuer, also schrieb es sich der Informatikstudent selbst. Er verwendete die schon für Unix existierenden und unter einer freien Lizenz stehenden Hilfsprogramme. Vor allem den GNU Compiler und die dazugehörige Toolchain setzte er ein, indem er sie für seinen eigenen Kernel übersetzte. So baute er Stück für Stück sein eigenes System auf. Linux war geboren. Und erst einmal nur etwas für Nerds. Menschen, die sich intensiv mit dem System beschäftigen wollten und das auch taten. Es bildeten sich Communities, erste Distributionen und die Verbreitung war nicht mehr aufzuhalten. Auch als Serverbetriebssystem, das kostenfrei einzusetzen ist. Die Administratoren waren sowieso genau die Nerds die mitentwickelten. Es kamen graphische Oberflächen dazu und es wurden Firmen gegründet, die sich um die professionelle Betreuung der Software und der Benutzer kümmern.